Montag, 9. Oktober 2017

#58 October: Zeit für Kürbis-Pie!


In Kanada und Amerika wird Mitte Oktober Thanksgiving gefeiert, das Fest an dem Danke gesagt wird und Klassischerweise ein Truthahn aufgetischt wird. Nun, in Bayern aufgewachsen, bin ich nur mit dem Erntedankfest vertraut und kenne diese große Thanksgiving Tradition nicht. Da dies allerdings bereits mein zweites Thanksgiving ist, ist es Zeit, mein veganisiertes Rezept eines ganz klassischen Pumpkin Pies, einer Kürbis-tarte zu teilen. Natürlich alle Angaben in Gramm und Liter/Milliliter umgerechnet.

Zunächst einmal mag Kürbis-Tarte oder Pumpkin Pie etwas sein, mit dem viele Europäer nichts anfangen können. Allerdings ist es wirklich das allerbeste, das ganze einfach mal auszuprobieren, und es nicht vorher unter 'Gemüse gehört nicht in einen Kuchen' abzustempeln. Gerade mit den richtigen Gewürzen macht der Kuchen richtig Sinn zur Vorweihnachtszeit.

Hier also das Rezept:
Für den Teig:
350g Allzweckmehl (ich habe 4 Esslöffel Mehl durch 4 Esslöffel Zucker ersetzt)
250g Vegane Butter (z.B. Alsan)
125 ml eiskaltes Wasser
Für die Füllung: 
400 ml Kürbispüree (ich habe welchen aus der Dose genommen)
180 ml Kokosmilch (normale, nicht fettreduzierte)
65 g brauner Zucker (meiner hatte Melasse mit drin, sehr lecker)
60 ml Ahornsirup
30 g Maisstärke
1 Tl Vanille Extrakt (oder 1 Packung Vanillezucker)
1 Tl Zimt
1/2 Tl getrockneter Ingwer
1/2 Tl Piment
1/2 Tl Muskat
Und so gehts: 
Für den Teig Mehl und Butter miteinander verkneten und wenn der Teig zu trocken wird Esslöffelweise das kalte Wasser zugeben, bis der Teig perfekt zusammenhält. Dann zu einem Teig rollen und für etwa eine Stunde in einer Tupperbox im Kühlschrank durchziehen lassen.
Danach den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Teigball flach ausrollen, bis er groß genug ist für eine klassische Tarte-Form passt. Vorsichtig in die Form heben und dann nach belieben den oberen Rand verzieren (ich habe einfach eine Gabel dafür benutzt und die oben leicht eingedrückt).
Für die Füllung alle Zutaten im Standmixer miteinander verblenden. Wer keinen Standmixer hat, kann auch einen Handmixer nehmen. Den Teig in die Form geben und den Pie für etwa eine Stunde lang backen. Der Rand sollte leicht Farbe annehmen und wenn die Füllung in der Mitte noch nicht ganz fest ist, macht das nichts. Nach dem Abkühlen sollte der Pie noch für etwa 4 Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank, dann ziehen die Gewürze richtig durch!
Übrigens der perfekte Kuchen für Halloween!



Sonntag, 8. Oktober 2017

#57 Eine Bewegung pro Atemzug. Mein Yogageburtstag


Nach kleiner Pause bin ich wieder zurück auf meinem Blog.
Nachdem ich meine Yoga-Ausbildung am 21. September 2016 begonnen habe, ist es Zeit, Fazit zu ziehen. Mein Yoga Geburtstag sozusagen. Hier eine kleine Zusammenfassung.
Nach der 200 Std. Hatha Grundausbildung (September 16 - Dezember 16) kamen ein kleiner Workshop im Januar, die Yin Yoga Ausbildung im Sommer (Juli 17) und die Vinyasa Ausbildung im September dazu. 
In der Yin Ausbildung habe ich schnell verstanden, dass es Sinn macht, mein eh schon so stark ausgeprägtes Yang auszugleichen. Ich will immer alles sofort, springe von A nach B und hab immer 10.000 Tabs gleichzeitig offen. Ich verschütte mein Wasser, sprinte von der Arbeit ins Yoga und geh danach noch Laufen. Alles, sofort, dreimal so schnell. Yin mit Bernie Clark, den ganzen Artikel dazu findet man hier, hat mein Weltbild auf den Kopf gestellt. Auf einmal hieß es: Langsamer, ruhiger, tiefer. Pause drücken, das Handy und den Kopf auf Standby. Meditieren. Atmen (was war das nochmal?). Puh, das Stillsitzen war ich seit der Schule nicht mehr gewöhnt, das hat viele Emotionen aufgerüttelt. Dennoch habe ich schnell die Vorteile von der Yin Praxis gelernt. Nicht nur Konzentration und Auffassung hat sich verbessert, auch meine Produktivität und mein Optimismus sind auf ein anderes Level geklettert. Auch körperlich habe ich viel von Bernie gelernt, dass Stress auf den Knochen und Bändern einen großen Vorteil hat. Statt zu altern und an Gefässflüssigkeit und Knochen abzubauen, werden die Strukturen aufrecht erhalten und sogar erneuert. Verjüngung quasi, auch für die inneren Organe wie Magen und Darm.
Trotzdem war ich fast süchtig in den letzten Monaten, fast täglich in eine Vinyasa Power Stunde zu rennen. Ich liebe das Feuer, in mir und im Raum. Alles bildet sich und die Energie wächst, in einem Warm up, Sonnengrüßen und einem oder mehreren Flows bis zu einem Peak. Vielleicht war es mir auch einfach nicht mehr genug, nur noch Krieger Variationen zu machen. Ich wollte das volle Programm, Rad, Balancieren, nicht auf den Füßen, sondern auf den Händen, Handstand, usw. 
Vinyasa bot mir die Möglichkeit, die ganze Energie rauszulassen. Und dafür liebe ich es, vom ersten Moment, bis zum "ich wische den Schweiss von meiner Yogamatte". Detoxing für den Körper, den Geist und die Seele.
Und jetzt möchte ich noch zwei Dinge teilen, die mir in den letzten Wochen klar geworden sind. Ich mach das auch, damit ich es später nachlesen kann und es nicht vergesse, haha, ganz eigensinnig.
1. Für Erfolg braucht man immer zwei Komponenten: Motivation und Inspiration.
Motivation ist das, was wir aktiv tun, um Erfolg zu haben. Wenn es darum geht, eine Laufroutine zu etablieren, dann stellen wir uns die Laufschuhe parat neben die Tür, die Laufklamotten ans Bett, damit wenn der Wecker klingelt, es so einfach wie möglich ist. Wenn es zum Beispiel ums Abnehmen geht, kaufen wir nur die gesunden Lebensmittel ein und trocken zum Beispiel alles, was wir essen.
Inspiration ist die andere Seite der Münze: Es ist das Warum. Warum laufen, oder abnehmen? Und es ist kurz gesagt der tiefere Grund dahinter. Nur laufen für einen Halbmarathon reicht nicht. Nur abnehmen für ein Event oder Fotoshooting reicht nicht. Es muss einen tieferen Grund geben. Gesundheit könnte einer sein, denn Gesundheit kann man nicht kaufen, nicht anfassen und oft auch nicht sehen. Es ist ein unsichtbares Etwas, das wir alle haben wollen. Manche finden die Inspiration zu Gesundheit erst dann, wenn es 'ernst' ist und sie zum Beispiel erkrankt sind.
2. Angst. Angst ist eine schlechte Emotion, denken wir. Sie hält uns ab, uns zu überwinden, sie macht uns klein und mit Stress zusammen schüttet sie Cortisol aus, das uns dick macht. Angst zu versagen, nicht gut genug zu sein, oder jemanden oder sich selbst zu enttäuschen, kennen wir alle. Angst von uns zu stoßen und Situation zu vermeiden, in denen sie aufkommt, kennen wir auch. Lieber nichts zu wagen kann niemanden enttäuschen. 
Die Sache ist die: Wir werden nie völlig ohne Angst leben können. Ich merk es selbst im Leben und auf der Matte, wenn ich zum Beispiel Angst habe, in der Krähe auf die Fr... zu fallen. Angst geht nie weg. Auch in sämtlichen Lebenssituationen nicht. Sie wird immer da sein, also ist die einzige Möglichkeit sie zu besiegen, sie in die Arme zu schließen, wie ein kleines Kind. Wer sich der Angst bewusst ist, kann sie als Motivation nutzen und muss sie nicht mehr in gut oder schlecht werten. Sie ist da, fertig. Durch diese Bewusstseinsveränderung erst können wir die Dinge wagen, die wir nie dachten zu schaffen. Egal ob es im Yoga, in der Kletterhalle, beim Bunjee-Jumping oder wo auch immer ist. 
Soviel dazu. Vielleicht war es ja für den ein oder anderen inspirierend. Ach ja, um 7 Uhr morgens Yoga zu machen war definitiv nicht meins. Ich werde wieder auf die Abendpraxis umstellen, das war mehr meins. Ich starte lieber in den Tag mit ruhigen Routinen, wie Tee und Frühstück. 
Danke auf jeden Fall an alle, die diese letzten zwei Wochen zu etwas besonderem gemacht haben, zusammen gelacht und geweint und Tränen gelacht haben, die mir gezeigt haben, wann ich über das Ziel hinausgeschossen bin und die mich gehalten haben, wenn ich die Unterstützung brauchte, besonders an Alyssa, Camilla und Helen.

Samstag, 9. September 2017

#56 Veganer Geburtstagskuchen deluxe. Sojafrei.


Mit diesem Kuchen bist du der Hingucker auf deiner oder jeder anderen Geburtstagsparty. OH mein Gott ist der gut. Ich habe das Rezept online gefunden aber es war sehr kompliziert und ich habe es vereinfacht. Der Kuchen ist super schnell gebacken! Hier das Rezept:
Warnung: Dieser Kuchen ist seehehr mächtig und deine Gäste werden maximal ein Stück davon essen. Dafür schmeckt er aber unfassbar lecker. Ach ja und - Kalorien zählen wir heute auch nicht. ;-)

Zutaten:
300 ml Mandelmilch (ich hab Vanille genommen)
3 Tl Apfelessig
230 g Zucker
120 ml Rapsöl
1 El Vanille Extrakt
390 g Allzweckmehl (ungebleicht)
4 1/2 El Maisstärke
1 1/4 Tl Backnatron
1 1/2 Tl Backpulver
30 g Kakaopulver
3/4 Tl Salz

Frosting:
250g Kakaobutter (flüssig)
125g Puderzucker
3 Erdbeeren
20g Kakaopulver
50 ml Mandelmilch



Und so gehts:
- Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
- drei runde Kuchenformen in der selben Größe (meine waren 20 cm Durchmesser) einfetten.
- In einer großen Schüssel Mandelmilch und Apfelessig verrühren und 5 Minuten stehen lassen.
- Währenddessen die trockenen Zutaten separat miteinander vermengen: Mehl, Zucker, Maisstärke, Backpulver, Natron und Salz.
- Das Öl und den Vanille Extrakt zur Mandelmilch geben und anfangen, mit einem elektrischen Handmixer zu mixen. Dann nach und nach die Mehl-Zucker-Mischung in die Schüssel sieben und für mindestens 5 Minuten weitermixen.
- Den Teig in drei bleichgroße Teile einteilen. Zwei davon in zwei vorbereitete Kuchenformen geben und das übrige Drittel in der Schüssel lassen. Kakaopulver dazugeben und noch einmal eine Minute mixen und in die dritte Kuchenform geben.
- Die drei Kuchenschichten für 22-25 Minuten backen (Zahnstochertest hilft, festzustellen, ob sie fertig sind) und danach ganz abkühlen lassen.
- Für das Frosting in einem Mixer die Erdbeeren mit der Mandelmilch mixen. Die Erdbeermilch zu der flüssigen Kakaobutter geben und mit einem Schneebesen glatt rühren und nach und nach Puderzucker zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ist das Frosting zu fest und nicht streichfähig, mehr Mandelmilch zugeben, ist es zu flüssig, mehr Puderzucker zugeben. Für ein rosa Frosting mit der Erdbeermilch arbeiten und für das Schokofrosting, die Mandelmilch mit dem Kakaopulver mixen. Ich hab etwa 1/3 Erdbeerfrosting hergestellt (da es nur in dem Kuchen vorkommt) und 2/3 Schokofrosting, für den Überzug und ebenfalls im Kuchen.

Dienstag, 5. September 2017

#55 Vegane Hundekekse

Seit der Hund veganes Futter bekommt, wurde es immer schwerer, vegane Leckerlies zu finden. Die, die man so kaufen kann, sind meist mit Rinderfett, Gelatine und anderen Produkten, die tierischen Ursprungs sind. Deswegen hier eine schnelle, einfache, günstige und leckere Möglichkeit, eigene Leckerlies zu backen!





Und falls du dich jetzt bestürzt fragst, wie ich so ein Tierquäler sein kann und dem Hund veganes Futter geben kann: Hunde sind Allesfresser und biologisch in der Lage, sowohl Fleisch als auch Gemüse und Pflanzen zu verdauen.
Ich glaube nicht, dass es gesund und natürlich ist, wenn ein Hund eine Kuh isst. Sie wären natürlicherweise gar nicht in der Lage eine Kuh zu jagen und zu erlegen. Es gibt mittlerweile gute und viele Möglichkeiten, veganes Futter für Hunde (bio und vegan) zu kaufen, die wenn überhaupt, gar nicht so viel teurer sind. Diese verschiedenen Trockenfutter sind perfekt darauf abgestimmt, die Vierbeiner mit ausreichend Mineralstoffen und Vitaminen zu versorgen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es dem Hund super schmeckt, ich füttere oft eine Portion Trockenfutter mit einer Portion gekochtem Gemüse. Zu den gesundheitlichen Auswirkungen kann ich nicht viel sagen, das einzige was sich sichtlich verbessert hat, ist der Mundgeruch des Hundes. Viel besser. 

Warum ich auch nicht glaube, dass mein Hund erpicht auf Fleisch ist: Sie ist eine Jägerin und fängt hin und wieder im Garten eine Ratte, spielt aber nur damit und hat keinerlei Interesse, die Ratte dann zu fressen. Im Gegenteil, nach dem Töten wird sie in den Busch geworfen und vor dem Napf auf das Futter gewartet. 
Und nur als Randnotiz: Es lebt auch eine Katze im Haus, aber die bekommt kein veganes Futter, weil Katzen meiner Ansicht nach reine Karnivoren sind und Fleisch brauchen. Wenn du anderer Ansicht bist, würde ich mich sehr über deinen Kommentar freuen.
Zurück zu den Hundeleckerlies - Ich mach sie selber, weil ich wie gesagt im Laden nichts brauchbares finde. Sie sind echt simpel, man braucht Erdnussbutter und Mehl und Karotten als Hauptzutaten. Ich habe schon gehört, dass Erdnussbutter nicht gut für Hunde ist, allerdings bekommt der Hund ja nur ab und an ein kleines Leckerli und Erdnussbutter nicht in großen Mengen und außerdem hab ich festgestellt, dass eine Fettquelle in der Ernährung nicht schadet, das Gewicht hat sich dadurch besser eingependelt. Außerdem benutze ich ungesalzene Erdnussbutter.

Hier die Zutatenliste:
130 g Mehl
30g Hafermehl (Haferflocken in einer Küchenmaschine mahlen)
1/2 Tl Backpulver
Prise Salz
90g Erdnussbutter ungesalzen
60g geriebene Karotten
Und so gehts:
- Ofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
- In einer Schüssel alle Zutaten zu einem Keksteig vermischen. Es soll gut zusammenpappen, aber nicht zu klebrig sein. Wenn der Teig zu klebrig ist, etwas Mehl dazugeben und wenn der Teig nicht hält, etwas Erdnussbutter oder Wasser zugeben, bis eine gute Konsistenz erreicht ist (wie ein Cookieteig).
- Mit den Händen kleine Kugeln formen und für 10 Min backen. Je nach Größe des Hundes können die Hundekekse beliebig groß geformt werden und je kleiner sie sind, desto eher sind sie fertig. Sie sind dann fertig, wenn sie unten leicht braun werden. Nach dem Abkühlen werden sie auch noch fester. Unbedingt abkühlen lassen, bevor der Hund probieren darf.

Montag, 28. August 2017

#54 Meine Meinung zu Multi-Level-Marketing


Eigentlich schreib ich auf diesem Blog über keine Business Themen. Hier geht es um gesunde Ernährung und Yoga und Seelenpflege. Da ich aber in letzter Zeit gehäuft Anfragen bekomme, die zum Beispiel folgendermaßen lauten "Hey, willst du in kurzer Zeit schnell Geld verdienen?" "Hast du auch Lust, dir ein Passiveinkommen zu erschaffen?" "Wie klingt ein sieben Tage Wochenende für dich?", muss ich diesen Post ein für alle Mal schreiben. Nicht nur für mich (denn in Zukunft werde ich diesen Link als Antwort jeder zukünftigen Multi-Level Marketing Anfrage schicken), sondern auch als Warnung für dich. Hier also mein Beitrag, meine ganz persönliche Meinung zu Multi-Level Marketing.
Was ist Multi-Level Marketing
Kurzerklärung zu MLM, wenn du nicht weisst was Multi-Level Marketing ist: Es gibt ein Produkt, und du als Verkäufer bekommst eine Provision (von der Herstellerfirma), wenn du das Produkt verkaufst oder weitere Leute anwirbst, die zukünftig auch verkaufen. Du wirbst nicht nur Verkäufer an, sondern schaffst dir damit sogesehen "Mitarbeiter", die für dich arbeiten und in manchen Firmen verdienst du sogar noch an den Leuten, die deine Mitarbeiter anwerben, usw. Kurzum, es ist ein Schneeballsystem: Je mehr Leute du anwirbst, die dann auch Leute anwerben, desto mehr Cash fliesst in deine Tasche.
Klingt super? Total. Wenn du einmal deine festen und zuverlässigen Mitarbeiter angesammelt hast, musst du quasi nicht mehr arbeiten und kannst dich zurücklehnen, während du dir ein super Passiveinkommen anschaffst. Hier ist es, dein 7-Tage Wochenende, dein Traum, dein Maserati. 
Doch wie bei allem, dass nach der einfachen Lösung klingt, gibt es auch hier einen Haken. Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herumreden. Kurzum: Meiner Meinung nach gibt es kein Multi-Level Marketing Super-Cashflow Effekt. Es handelt sich dabei um ein Luftschloss, eine Burg aus Seifenblasen, die schnell platzt. Warum erkläre ich hier in Stichpunkten:
- Zuerst das Aller-Offensichtlichste: Die Altersgruppe, die mich anwerben will, auch MLM zu betreiben ist jung, relativ jung. Ich würde sagen, sie sind zwischen 16 und 25. Es gab bei mir bisher erst eine Ausnahme, als mich ein um die 40 Jähriger für ein Produkt anwerben wollte. 95% sind unter 30 Jahre alt. Warum? Weil der Traum endet. Alle über 30 Jährigen haben ihre MLM Karriere bereits an den Nagel gehängt, weil sie verstanden haben, dass das Prinzip MLM nicht läuft, oder haben ein anständiges Business aufgebaut, oder schlicht und ergreifend keine Zeit und keine Nerven dafür.
- Von der Herstellerfirma, die einen auch zum MLM animiert, wird einem ein hohes Einkommen versprochen, wenn man "aktiv", "selbstbewusst" und "zielstrebig" ist. Diese Worte klingen alle super, allerdings sieht die Wahrheit anders aus: Multi-Level Marketing funktioniert nur für die großen, die entweder viele Follower oder Abonnenten (zum Beispiel auf Youtube oder Instagram) haben und deren Dummheit ausnutzen. Der Einstieg ist einfach, man muss nicht studiert haben, sondern nur seine Facebook Freundesliste abarbeiten oder Leute anschreiben, die man gar nicht kennt, und ihnen ein 7 Tage Wochenende voraussagen und hoffen, dass sie auf den Zug aufspringen.
- Und damit komme ich schon zum nächsten Punkt: Wer keine 10 tausend Follower hat, wird früher oder später seine Freunde anschreiben, anrufen und motivieren, mitzumachen. Mir ist das auch passiert, dass mich eine Freundin angeschrieben hat und gefragt hat, mit ihr ein ganz tolles Beautyprodukt zu verkaufen. Ganz ehrlich, ich hätte ihr damals fast die Freundschaft gekündigt. Ich finde es frech, wenn man die Dummheit seiner Freunde ausnutzt und hofft, dass sie Zeit und Geld investieren, nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Hier mein Tipp an alle, die noch von MLM überzeugt sind: Bitte seid nicht so dumm und nervt eure Geschwister oder Freunde damit, daran können Freundschaften zugrunde gehen.
- Schaut euch die Produkte, die ihr verkauft, genauer an. Meist gibt es in den Firmen Regeln, dass, wenn man MLM betreiben will, man mindestens alle x Wochen/Monate selbst online (natürlich mit Rabattcode) Produkte bestellen muss. So wird ein Grundeinkommen für die Firma geschaffen. Und die Produkte selbst sind meiner Meinung nach nichts besonderes. Ich habe mir bisher alles durchgelesen, was mir angeboten wurde und nichts davon habe ich gebraucht, gekauft oder haben wollen. Es waren folgende Produkte dabei: Shampoo, Hautcreme, Makeup, Supplemente, Energydrinks, Essentielle Öle, und so weiter.
Multi Level Marketing funktioniert nur, weil Leute Dinge kaufen, die sie gar nicht brauchen. Und selbst wenn es sich dabei um ein Bio-Fair-Vegan-Superduper Produkt handelt, gibt es davon wie Sand am Meer im Bioladen, Online, auf Amazon usw. Als mir ein Supplement angeboten wurde, hat der Verkäufer zum Beispiel mit einem Video geworben, in dem ein kenianischer Langstreckenläufer (der natürlich nicht gesponsert ist) erzählt, wie er nach seinen Läufen dank Antioxidantien viel schneller regeneriert. Und der Verkäufer meinte dann zu mir, dass ich das auch nehmen soll und er es selbst getestet hat und es super funktioniert und ihm beim Laufen hilft. Nun... Ich muss nicht erwähnen, dass meine Läufe nicht mit denen eines kenianischen Läufers vergleichbar sind.
Die Überzeugungskraft der Verkäufer lässt oft zu Wünschen übrig. Es klingt wie aufgesagt (ich weiss wovon ich spreche, war bisher auf Verkaufsevent von essentiellen Ölen und Energydrinks) und dem Kunden werden ziemlich allgemeine Versprechen gemacht wie: Du fühlst dich besser, du bist gesünder und du siehst besser aus. Warum fühle ich mich nicht wohl in der Situation, warum ärgert es mich? Ich glaube nicht, dass ein 20 Jähriger mir was verkaufen kann. Und ich glaube es ist nicht mal seine Schuld, dass er nicht weiß wie man ein guter Verkäufer ist. Meiner Meinung nach sind wir nur in dem gut, was wir selbst geschaffen haben. Und ja, es kostet Arbeit, aber es wird sich lohnen: Setz dich hin und überleg dir, wo deine Stärken sind und was dein Produkt ist, das du entwickeln und verkaufen willst. Und sprich nicht das nach, was man dir in den Mund gelegt hat. Du bist eine Marionette im Multi-Level Marketing System.
- Du wirst nur solange passiv Geld verdienen, solange deine Mitarbeiter fleißig für dich arbeiten. Doch da erfahrungsgemäß 99,9% mit MLM nach kurzer Zeit aufhören, weil sie aufgeben und nicht den erhofften Erfolg haben, musst du ständig neue Mitarbeiter finden und rekrutieren. Das kostet Zeit und Nerven. Ständig musst du deine Follower, Freunde und Facebook Kontakte anschreiben und ihnen peinlich erzählen, wie sie bald auch einen Maserati fahren können. Du verlierst Hemmungen und der Wahnsinn steigt, bis du irgendwann sogar den Bruder der Exfreundin anschreibst, mit der du in der 8. Klasse mal Händchen gehalten hast. "Hey wie gehts, lange nichts von dir gehört" - mit Nettigkeit versuchst du Kontakte wieder aufleben zu lassen, um sie auszubeuten. Mir wurden Treffen und Telefonate angeboten, mit Leuten, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe, geschweige denn irgend eine Art Kontakt stattfand. Nur wegen dem Geld?
Schau dir das Thema Start-up an. Du kannst auch ohne Geld ein kleines Unternehmen gründen und deine Ideen verwirklichen. Ja, es wird Zeit kosten und Geld. Und Mühe und Schweiß. Und es wird sich hundertmal wahrscheinlicher auszahlen, als MLM. Außer du hast Millionen Follower auf Instagram. Aber auch dann sei vorsichtig, denn du kannst sie genauso schnell verlieren, wie deine Freunde. Lies dir Google Beiträge durch, wie Leute an MLM gescheitert sind, denn die kann ich dir nicht bieten. Informiere dich, bevor du naiv ins Geschäft stürzt und dir ein Schloss aus Wolken baust.
Wenn du das Gefühl hast, Multi-Level Marketing ist für dich geschaffen, weil dir die schulische Ausbildung fehlt, dein eigenes Ding aufzuziehen, dann denke nach: Vielleicht lohnt es sich, zurück zur Schule zu gehen, zu Studieren oder einen Beruf zu erlernen, der dich deinem Ziel näher bringt. Selbst wenn du scheiterst, hast du am Ende deinen Abschluss und dein Zertifikat in der Tasche. Gib dich nicht auf, sondern sieh diesen Post als Motivation, DEIN DING durchzuziehen.

Samstag, 26. August 2017

#53 Gesunde glutenfreie Streuselkuchen-Schnitten mit Brombeeren


Dieses Rezept musst du dir abspeichern. Wenn du das nächste Mal Heisshunger bekommst auf warmen Streuselkuchen! Und dann holst du das Rezept und hast in weniger als 40 Minuten diese gesunde Variante. Denn im Gegensatz zu normalem Streuselkuchen braucht man für diese Schnittchen keine Unmengen an Butter und Mehl. Sie sind glutenfrei und funktionieren ganz ohne Mehl, dafür mit ganzen und vollwertigen Zutaten. Hier gehts zum Rezept!

Das Rezept ist so simpel, ich finde es immer wieder klasse. die Backzeit beträgt gerade mal 25 Minuten und die Zutaten hat man eigentlich alle immer daheim. Simpel, einfach, günstig und gesund. Da kann man beherzt zugreifen.
Das tolle an dem Rezept ist, dass gar kein Mehl verwendet wird, sondern der Teig aus Haferflocken gemacht wird. Haferflocken sind nicht nur glutenfrei sondern auch echt gesund. Wenn man sie backt, dann riecht es in der Küche herrlich nach Müsli oder Granola. Im Winter stell ich mir das Rezept sehr gut mit Zimt und eventuell Spekulatius Gewürz vor. Ich werde es auf jeden Fall in der Weihnachtszeit ausprobieren. 

Im Rezept wird als Süßungsmittel Ahornsirup verwendet. Macht meiner Meinung nach Sinn, vor allem wenn man in Kanada lebt, so wie ich. Du kannst Ahornsirup allerdings auch einfach durch Agavendicksaft, Reissirup oder Dattelsirup ersetzen. Eine weitere Möglichkeit ist es, Stevia in Wasser aufzulösen (das Pulver) und das dann als Süßungsmittel zu verwenden. Wichtig ist, dass es sich allerdings um ein flüssiges Süßungsmittel handelt, damit der Teig zusammenhält (du kannst also keinen weissen oder braunen Rohrzucker verwenden). 
Ich befinde mich gerade mitten in der Brombeeren Saison, wenn du andere Beeren daheim hast, verwende Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, oder sogar Pflaumen oder Nektarinen.

Hier nun das Rezept:
Zutaten: 
360 g Haferflocken (du kannst 90g davon durch Mandelmehl oder Kokosmehl ersetzen wenn du das daheim hast. Kokosmehl gibt dem ganzen einen Kokosmakronen-Flavor, kann ich sehr empfehlen)
120 g Mandelmus (ich habe braunes Mandelmus genommen, du kannst aber auch weisses Mandelmus, Cashewmus oder anderes Nussmus nehmen)
1 El Kokosöl, flüssig
1/2 Tl Salz
100 g Ahornsirup (oder Reis/Dattel/Agavensirup)
350 g Brombeeren (oder andere Beeren)
Und so gehts:
1. Ofen auf 180 Grad °C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.
2. Die Haferflocken in einer Küchenmaschine oder im Mixer zu Mehl verarbeiten. In einer Schüssel Haferflockenmehl, Salz und falls vorhanden Mandelmehl/Kokosmehl vermengen.
3. Kokosöl, Mandelmus (oder anderes Nussmus) und Ahornsirup in die Schüssel geben und entweder mit den Händen oder einem Löffel zu einer einheitlichen Masse verarbeiten. Der Teig sollte gleichmäßig sein und nicht trocken. 
4. 1/3 des Teiges auf die Seite stellen und den Rest auf dem Backpapier zu einem Kuchenboden drücken (ca 1 cm dick). Mit einer Gabel Löcher hinein piksen.
5. Den Boden 10 Min lang auf mittlerer Schiene backen.
6. Inzwischen die Beeren vorbereiten und einfach im Mixer 2-3 mal kurz mixen (die Beerenstruktur sollte noch ein bisschen vorhanden sein).
7. Das Backblech aus dem Ofen holen, die Beeren gleichmäßig darauf verteilen und den Rest des Teiges mit den Händen wie Streusel darauf verteilen. 
8. Für 15 Minuten backen und dann herausholen.
9. Entweder warm geniessen (am besten mit Vanilleeis) oder kalt in Schnitten einteilen.

Montag, 14. August 2017

#52 Plastik vermeiden - meine Tipps


Ein Thema, was mir sehr am Herzen liegt: Ich finde, wenn ich das Thema “Plastik” anspreche, dann rollen die Leute meist oft nur mit den Augen und sehen mich an, nach dem Motto: Noch so eine Hippie-Tussi, die die Welt retten will.
Dieser Post soll gar nicht so negativ klingen. Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach, dass niemand Plastik wirklich Ernst nimmt. 
Und selbst ich bin nicht perfekt darin. Ich benutze aktuell auch eine Plastik Zahnbürste, und kaufe einige Lebensmittel, die eben bereits in Plastik verpackt kommen. Auch mein Shampoo kommt in der klassischen Plastikflasche.
Trotzdem fühle ich mich manchmal wie ein Alien im Supermarkt. Ich verstehe es einfach nicht, vor allem die Tatsache, dass Lebensmittel so häufig in Plastik eingepackt warden. Meist ist das überflüssig. Klassiches Beispiel ist das Gurkenkondom. Auch 3 Paprikas (eine rote, eine gelbe und eine orangene) in Plastik zu verpacken, grenzt meiner Meinung nach an Perversion. 
Vielleicht ist das auch ein Marketing-Gag. Vielleicht verkaufen sich Lebensmittel einfach besser, wenn sie verlockend knistern, während der Supermarktbesucher die durchsichtige Verpackung in den Händen hält. Als würde das Paprika-trio whispern: “Kauf mich, ich bin so neu und so schön, noch nie hat mich jemand angefasst, ich bin noch jungfräulich verpackt!” Dazu muss ich was sagen: Ich habe oft gedacht, dass Obst und Gemüse, das verpackt ist, hygienischer ist, weil weniger Menschen mit ihren dreckigen Grapschhänden dranpacken. Aber im Prinzip stimmt das ja gar nicht. Vorher warden ja die Paprikas, Gurken, Tomaten, Birnen usw. auch von Mitarbeitern am Fliessband nach braunen Stellen, Schimmel, oder sonstigen Merkmalen untersucht, die sie vom Verkauf ausschliessen würden.
Aktuell habe ich zwei verschiedene Verkaufserlebnisse. Denn meine Meinung zu Plastik teilen leider nicht alle Menschen in meinem Umfeld:
Einkaufserlebnis 1) Wenn ich mit einer Freundin einkaufen gehe, dann wird mir fast schwindelig vor Plastik. Selbst wenn wir auf der Hinfahrt zum Supermarkt noch drüber sprechen, im Supermarkt blendet sie alles aus. Zielstrebig sprintet sie zur Plastiktütenrolle und noch bevor sie ihre Obst- und Gemüseauswahl trifft, reisst sie sich provisorisch schon mal gut 3-5 Plastiktüten runter. Alles wird einzeln verpackt. In ein Tütchen die Tomaten, in eins Maiskolben, dann die Birnen, die Aprikosen, die Orangen. Ich schiebe den Wagen und starre auf die sich türmenden Tüten. Für mich sind alle überflüssig, manche sogar extrem; bei Orangen und Avocados versteh ich es erst recht nicht, warum man die nicht lose transportieren kann? Da wird ja die Schale eh entfernt und es gibt keinerlei Angst wegen Hygiene usw.
Und nein, ich hab das Thema drei-vier mal angesprochen (mindestens) aber unser Verhältnis ist nicht so, dass ich ihr die Meinung geigen kann. Fakt ist: Auch wenn sie ihre ganzen Mini-Plastiktüten am Ende in Stofftüten verfrachtet, ihr Plastikkonsum ist enorm. Sie liebt Plastik. In allen Formen und Farben. Und ich versuche, Ruhe zu bewahren. Nicht aggressiv zu werden. Es ist echt schwierig. Wenn einem einmal bewusst ist, was mit den moisten Plastikverpackungen passiert, kann man das Thema nicht mehr ausblenden. 
Wenn du dich darüber informieren willst, schau dir zum Beispiel die Dokumentation Plastik Planet an. 
Einkaufserlebnis 2) Wenn ich mit meinem Freund einkaufen gehe, dann haben wir oft fast Spass daran, nur die Lebensmittel zu kaufen, die unverpackt kommen. Beim Obst und Gemüse fallen einige Produkte dann zwar weg, aber das stört uns nicht. Wir lassen uns dann Inspirieren und kaufen statt Kondomgurke eine Landgurke, statt Kartoffeln (die in einem Plastiksack verkauft warden), suchen wir uns drei mittelgrosse Süsskartoffeln aus. Ich bin, was meine Lebensmittel angeht, nicht so festgefahren und probiere gerne neue Rezeptideen oder Kombinationen aus, deswegen stört mich das nicht. Ich wär die perfekte Kundin für die Biokiste, bei der man wie in einem Abo regelmässig eine Kist emit regionalem und saisonalem Gemüse (und Obst) zugesendet bekommt. Nur leider gibt es sowas hier in Kanada nicht.
An dieser Stelle muss ich noch etwas an Nordamerika loben: Es gibt in fast jedem Supermarkt eine “Unverpackt Station”, an der man sich allerlei Lebensmittel nach Bedarf selbst abfüllen kann. Im lokalen Supermarkt gibt es unter anderem dort zu finden: Reis, Nudeln, Nüsse, Hülsenfrüchte, Gewürze, Schokolade, Haferflocken, Saaten, usw. Hier bringt man entweder Container mit, die man quasi wieder und wieder recycled, oder man erwirbt online Stoffbeutel/Gemüsebeutel.
An der Kasse (hier gibt es keine Kassierer mehr, man geht zu einer Art Selbstcheckout-Station, wiegen wir dann alles ab und verfrachten unsere Einkäufe in grosse Stoffbeutel.
Hier noch ein paar Fakten zum Thema:
  • Eine durchschnittliche Plastiktüte wird 11 Minuten verwendet.
  • Ein Durchschnittseuropäer produziert mehr als 100kg Plastik. Pro Jahr.
  • Plastik verschwindet nicht sehr schnell. Es dauert 500 Jahre, bis es sich zersetzt und verrottet. 
  • Im Meer treiben über 100 MILLIONEN TONNEN Plastik. Viele Fische und Meeresbewohner sterben daran aus, weil sie es mit kleinen Fischen, oder Plankton aufnehmen. Übrigens sind auch Meeresfrüchte stark belastet.
  • Eine Tube Zahnpasta kann bis zu 10% Mikroplastk enthalten. 
  • Plastik enthält Weichmacher, darunter das schädliche Bisphenol A, das unter anderem als Auslöser für Krankheiten wie Krebs, Asthma und Unvfruchtbarkeit bekannt ist.
  • Nur 11 aus 100000 Substanzen, die für die Produktion von Plastik eingesetzt warden, wurden in den letzten 10 Jahren genauer analysiert.
  • Die Kunststoffindustrie macht jährlich über 800 Milliarden Euro Umsatz und ist eine der stärksten Lobbys der Welt. 
Ist das nicht schockierend? Und wenn du dich jetzt fragst, wie du dein Leben direkt verbessern kannst und Plastik (und $$$) sparen kannst, hab ich ein paar Tipps:
  • Recycle. Alle Plastiktüten, die aktuell im Haushalt sind, müssen nicht sofort weggeworfen warden. Verwende sie, solange sie ihren Dienst tun. Am Besten stellst du dir Tragetaschen bereit, wenn du zum Einkaufen gehst, mit Stoffbeuteln und den Plastiktüten, die du noch hast. Es gibt sogar wiederverwendbare Gemüsebeutel.
  • Wenn man mal spontan Lebensmittel einkaufen geht, oder seine Tragetaschen vergessen hat, hilft folgender Tipp: Frag oder finde einen Pappkarton aus der Frischeabteilung (die für Milchtüten sind oft hoch und sehr stabil), das ist oft gut genug, um die Lebensmittel zum Auto oder heimzutransportieren. Weiterer Bonus: Die “Henkel” einer schweren Tüte reissen leichter, als die eines Pappkartons.
  • Bist du in einem Laden, in dem man selbst sein Obst und Gemüse abwiegen muss und dann einen Sticker ausgedruckt bekommt, hilft folgender Trick: Einfach wie gewohnt, das Obst und Gemüse verstauen und die Sticker alle gesammelt nebeneinander auf einem Stück Pappkarton anbringen. Bei mir hat sich noch nie ein Kassierer deswegen beschwert. Im Gegenteil, das Scannen und Kassieren geht oft viel schneller.
  • Fang an, Müll zu trennen. Lebensmittel und Bio Reste sollten auf einen Komposthaufen. Vielleicht hast du ja einen in der Nähe, den du mitbenutzen kannst. Statt den gewohnten Hausmüllbeuteln gibt es welche, die biologisch abbaubar sind und quasi von selbst zerfallen (aus Maisstärke sind die).
  • Dieser Tipp ist für alle Frauen: Statt Binden und Tampons eignet sich auch ein Ladycup. Der ist zwar aus Silikon aber kann sehr lange verwendet warden. Das spart so viel Müll. Und für alle Mamas: Informiert euch zum Thema Stoffwindeln. Die kann man wiederverwenden und spart nicht nur viel Geld, sondern auch Müll. Und zum Thema “ekelig” oder “bäh”: Alles, was aus unserem Körper kommt, ist ganz natürlich, das gehört alles dazu.
  • Thema Zahnbürste: Es gibt tatsächlich eine Firma, die Zahnbürsten aus Holz herstellt, die quasi komplett biologisch abbaubar sind und man nach Verwendung auf den Kompost werfen kann. Hier ein Link dazu, die Preise sind auch ok meiner Meinung nach.
    Das Thema Zahnpasta wurde Mitte diesen Jahres für mich revolutioniert. Ich verwende nun eine Zahnpasta, die in einem kleinen Gläschen kommt und aus rein natürlichen Zutaten besteht und sogar die Beisserchen weiss macht! Schau dazu mal hier vorbei.
  • Statt Obst und Gemüse im Supermarkt zu kaufen, informier dich doch über das Thema Biokiste. Die ist nicht nur regional, sondern auch saisonal und du unterstützt damit die Bauern in der Umgebung. Auch Foodsaven ist eine tolle Möglichkeit. Wenn es beides in deinem Wohnort nicht gibt, schau dich nach einem Wochenmarkt um, auch da wird selten Plastik verwendet und man macht sogar oft tolle Schnäppchen.
  • Thema Wasserflaschen: Ich wohne aktuell an einem Ort, an dem ich kein Leitungswasser trinken kann. Es schmeckt einfach sehr chlorhaltig hier und da bin ich kleines Dorfkind leider, oder zum Glück verwöhnt. Deswegen hab ich mir zwei grosse 15 Liter Flaschen geholt, die ich an einer Auffüllstation auffüllen kann. Im Sommer geh ich damit auch oft zu einer nahe gelegenen Quelle, nichts ist meiner Meinung nach besser, als frisches Quellwasser. Die Natur weiss schon, was sie tut.
  • Ersetze Wegwerfartikel mit Wiederverwendbarem: Statt Plastikflasche eine Metallflasche zum Mitnehmen. Statt to-go Plastik Kaffeebecher einen Metall-Kaffeebecher (oft bekommt man sogar Rabatt, zum Beispiel im Starbucks, wenn man seinen eigenen Behälter mitbringt). Es gibt sogar stylische Metall bzw. Glasstrohhalme, die man nach Verwenden in die Spülmaschine stecken kann. Statt Einwegrasierern eignen sich richtige Rasierer mit austauschbaren Klingen. (Übrigens kann man diese austauschbaren Klingen länger benutzen, als man denkt. Dazu braucht man nur ein altes Stück Jeansstoff und zieht den Rasierer gegen Rasierrichtung über den Jeansstoff. Damit schärft man die Klinge und kann sie so statt einer Woche einen ganzen Monat lang verwenden.)
  • Grosse Stoffbeutel zum Shoppen mitnehmen. An der Kasse landen Bücher, Klamotten, Schuhe usw. oft wie selbstverständlich in einer Plastiktüte. Da hilft es, wenn man seine eigenen Taschen dabei hat (oder einfach einen grossen Rucksack). Und wieder eine Tüte gespart.
  • Beim Klamottenkauf auf Plastik achten. Polyester ist Plastik. Stattdessen lieber Baumwolle oder Tencil kaufen. Polyester ist, wie meine Mama und ich gerne sagen, eh “schwitzi schwitzi Material”.
Wenn du dich weiterbilden möchtest, was das Thema Plastik angeht, empfehle ich dir diesen Artikel, der vom Spiegel veröffentlicht wurde: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/plastik-menschen-haben-mehr-als-8-milliarden-tonnen-produziert-a-1158676.html
Wenn dir das Thema bewusst ist, dann teile deine Gedanken bitte mit deinen Freunden und deiner Familie. Es ist so wichtig, dass wir alle anfangen, uns zu kümmern. Wenn jeder nur ein bisschen dazu beitragen würde, wär das bereits ein wichtiger Schritt.
*Disclaimer: Bei manchen der oben genannten Links handelt es sich um Affiliate Links. Das heißt, dass bei einer Bestellung eine Gutschrift für mich ausgestellt wird, der Kauf aber nicht teurer für den Leser ist und keine weiteren Nachteile entstehen. Es handelt sich bei den Produkten um Produkte, die ich selbst getestet habe, die nur als Inspiration und Anregung dienen.